Gebärdensprache

Aufgrund der kulturellen Verflochtenheit von Sprache und Kultur, gibt es neben verschiedenen Lautsprachen auch national unterschiedliche Gebärdensprachen. Gebärdensprache stellt keine universelle Sprache dar, wie etwa die Kunstsprache Esperanto, sondern es können sich neben

nationalen Gebärdensprachen zusätzlich regionale und dialektale Varianten, die sich in Ländern, in denen gehörlose Menschen Kontakt zueinander haben, entwickeln Gebärdensprachen sind durch manuelle und nicht manuelle Ausdrucksmittel gekennzeichnet. Hierzu gehören die Verwendung von Händen, Armen, Kopf, Oberkörper, Gesichtsausdruck, Mundbild und Blick.

 

Darüber hinaus verfügen sie über eigene linguistische Besonderheiten (Klassifikatoren,

Inkooperatoren) und eine eigene Grammatik. Des Weiteren können neben verschiedenen regionalen Dialekten Unterschiede im Stil und des Registers beobachtet werden. Wie bei Benutzern der Lautsprache machen gehörlose Personen dem Anlass (offizielle Rede, Unterhaltung zwischen Freunden), dem Gesprächspartner (Kind; Eltern; Freunde) und dem Thema entsprechend Gebrauch

von verschiedenen Stilen und Registern.

 

In qualitativ hochwertigen Psychotherapien mit hörbeeinträchtigten Menschen ist es unerlässlich über ausgezeichnete Kenntnisse der österreichischen Gebärdensprache (auf Dolmetsch Niveau), ein

breiten Erfahrungsschatz an Kontakten innerhalb der Gehörlosigkeit und somit Wissen über die Kultur, und Bereitschaft zur stetigen Reflexion der eigenen Rolle als hörende Psychotherapeutin zu verfügen.